Die Kommunale Jugendarbeit des Landkreises Landshut hat für interessierte Fachkräfte aus der Jugendarbeit und aus dem Jugendamt ein Informationstreffen mit der Polizei zum Thema „Illegale Drogen und junge Menschen“ organisiert und durchgeführt.

Die beiden Kreisjugendpfleger Herr Schröter und Frau Schulz, kamen dem Wunsch der KollegInnen aus der offenen Kinder- und Jugendarbeit im Landkreis nach, die sich ein Informationsgespräch mit der Polizei gewünscht hatten. Nach einem Einführungsreferat mit Zahlen und Fakten wurde lebhaft diskutiert.

Insgesamt zwanzig Fachkräfte folgten der Einladung und bekamen von den Jugendbeamten der PI Rottenburg Siegfried Bäumel und seinen Kollegen Josef Ingerl einen umfangreichen Einblick in die Polizeiarbeit, aber auch Einblicke in die Situation ganz konkret in Stadt und Landkreis Landshut. Besonders die illegalen Drogen rund um das Thema Amphetamine, Crystal, Canabis u. ä. nahmen viel Raum ein.

 

 

Die sozialpädagogischen Fachkräfte diskutierten auch die Frage, ab wann man als Hauptamtliche der Jugendarbeit die Polizei hinzuziehen sollte und wie ein Verfahren dann konkret abläuft.

Die relativ leichte Verfügbarkeit der Drogen, das hohe Suchtpotenzial aber auch die teilweise immer noch vorherrschende Unwissenheit bei jungen Menschen nannten die Polizeibeamten als Problem, der ihrer Meinung nach den Einstieg in die Abhängigkeit erleichtere.

Auch „Kräutermischungen“ waren Thema an diesem Vormittag. Sie werden von den Beamten als gefährlich eingestuft, da die Kräuter mit synthetischen Cannabinoiden versetzt sind, die viel stärker als herkömmliches Cannabis wirken. Unter einem harmlosen Namen werden insbesondere im Online-Handel die Mischungen flächendeckend an alle Altersgruppen verkauft und zudem seien die Inhaltsstoffe meist nicht deklariert. Der Konsum dieser Mischungen könne zu Herzrasen, Aggression, Angst- und Wahnzuständen bis hin zur Bewusstlosigkeit führen, erläuterten die Polizeibeamten.

Grundsätzlich gilt festzuhalten, dass im Gegensatz zu von vor 15 und 20 Jahren, heute Drogen in viel reinerer Form angeboten werden. Auch ist es durch die ständig wechselnden Mischungen und Zusammensetzungen synthetischer Drogen besonders für den „Nutzer“ viel schwieriger geworden, die unmittelbare Wirkung auf sich selber einschätzen zu können.

Das Treffen bot weiter die wertvolle Gelegenheit mehr über das jeweilige Aufgabengebiet zu erfahren. Kolleginnen aus dem allgemeinen sozialen Dienst, Jugendsozialarbeiterinnen und Sozialpädagoginnen aus der offenen Kinder und Jugendarbeit und die Präventionsbeamten kamen so miteinander ins Gespräch und konnten neue Informationsnetzwerke knüpfen. Denn wie heißt es so schön, um ein Kind aufzuziehen bedarf es eines ganzen Dorfes, das dies auch noch für Jugendliche in der weiteren Begleitung und Unterstützung auf deren Lebensweg gilt, kam an diesem Vormittag gut zum Tragen.

Es ist sicher für alle nicht einfach, in einer Gesellschaft, in der Leistung in Form von Schulnoten oder Mehrarbeitsstunden immer mehr dominiert und gefordert wird, seinen eigenen Weg zu finden. Zufrieden mit sich selbst zu sein, seine Grenzen zu kennen und gut auf sich zu achten, das sind Dinge die nicht nur im Leben von jungen Menschen das zentrale Thema sind, sondern uns alle betreffen.

 

Wie schaffen wir es selbst ein gutes Vorbild zu sein, jungen Menschen einen guten Verhaltensrahmen zu geben und Unterstützung dann anzubieten, wenn es notwendig und gewünscht ist?

 

Wir Erwachsenen sind immer gefordert Bereitschaft zu signalisieren abweichendes Verhalten nicht zu verurteilen, sondern jungen Menschen immer Hilfe und Unterstützung anzubieten.

 

 

 

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