Das Landratsamt Landshut hat Ende Mai mit Mitarbeitern des Kreisjugendamtes und den zuständigen Polizeiinspektionen die bereits in den Medien vorab angekündigten Testkäufe durchgeführt. Das Ergebnis ist ernüchternd und alarmierend. Knapp 50% der geprüften Verkaufsstellen vielen durch.

Drei Tage lang wurden im kompletten Landkreis Tankstellen und Supermärkte stichprobenartig besucht. Speziell geschulte jugendliche Testkäufer versuchten an den Verkaufsstellen Bier, Wein, Sekt, alkoholische Mixgetränke und auch Zigaretten zu erwerben.

Ziel der Jugendschutzkäufe ist die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften zu gewährleisten. Leider gaben an fast der Hälfte der besuchten Geschäfte die Kassenkräfte die entsprechenden Getränke oder Zigaretten an die noch minderjährigen TestkäuferInnen ab. Diese Handlung ist gesetzeswidrig und wird mit einem angemessenem Bußgeld belegt. Das Jugendschutzgesetz gibt im § 9 Jugendschutzgesetz eindeutig vor, dass Bier, Wein und Sekt ab dem 16 Lebensjahr konsumiert werden dürfen, andere alkoholische Getränke wie Spirituosen und auch Zigaretten erst ab dem 18 Lebensjahr.

Alarmierend sind die Ergebnisse der Jugendschutzkäufe vor allem, wenn man den Hintergrund der elektronischen Ausstattung der Kassensysteme berücksichtig. Bei dem Kauf von Produkten die dem Jugendschutzgesetz unterliegen leuchtet an Bildschirmen der Abrechnungssysteme immer eine visuelle Warnanzeige mit Angabe des Abgabealters auf. Manchmal ertönt sogar zusätzlich ein Warnsignal. In fast allen negativ getesteten Fällen ließ sich das Kassenpersonal den Ausweis zeigen, verkaufte aber den minderjährigen Testpersonen dennoch die Spirituosen oder Mischgetränke. Es Bedarf vor der Abgabe der Ware eines rechnerischen Abgleichs der Kassensystemdaten und dem Ausweis. Leider fiel in einigen Fällend die Überprüfung des Geburtsdatums nicht gewissenhaft aus.

Erfreulich ist, dass die Hälfte der inspizierten Verkaufsstellen die gesetzlichen Vorschriften vorbildlich eingehalten haben. Hier nahm das Personal an der Kasse den Auftrag des Jugendschutzgesetzes sehr ernst und verweigerte nach korrekter Überprüfung des Geburtsdatums den Verkauf der Getränke oder Zigaretten.

Der Konsum von Alkohol und Zigaretten birgt für Jugendliche Gefahren und Risiken in Ihrer Entwicklung. Aus diesem Grund hat der Gesetzgeber durch das Jugendschutzgesetz die Zugriffsmöglichkeit auf diese sogenannten „allgegenwärtigen Alltagsdrogen“ reglementiert.

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