Spielplätze:

Die meisten Städte und Gemeinden haben in ihrer Bauordnung Passagen zu Spielplätzen verankert. Kaum ein größeres Wohnprojekt darf ohne die dazugehörigen Kinder- spielplätze errichtet werden. Öffentliche und kommunale Spielplätze sind mindestens einmal pro Jahr auf ihre Tauglichkeit und Sicherheit zu überprüfen.

Das Sozialverhalten, das Kinder auf dem Spielplatz entwickeln, beinhaltet Fähigkeiten, die bis in ihr Erwachsensein wirksam werden. Spielplätze gehören daher zu den wichtigsten Orten für die Entwicklung der Kinder außerhalb des häuslichen Bereiches, da bei ihnen für die Kinder die Ausübung des freien, spontanen Spieles besonders gut möglich ist.

Aus diesem Grund befinden sich auch zahlreiche Spielplatzanlagen in den einzelnen Gemeinden des Landkreises Landshut. Die Gemeinden erfüllen dadurch einen Teil ihres Auftrags Kinder- und Jugendarbeit zu betreiben.


Bolzplätze und Freizeitgelände:

Ein Bolzplatz ist meist von der jeweiligen Stadt oder Gemeinde angelegter Fußballplatz, der zur Gemeinnutzung Kindern und Jugendlichen bis zu einem bestimmten Alter zur Verfügung steht.

Auch angelegte Freizeitgelände innerhalb der Gemeinde ermöglichen es Kindern und Jugendlichen sich dort frei zu bewegen und aufzuhalten, um bestimmten sinnvollen Tätigkeiten nachgehen zu könne und sich somit zu entwickeln.

Somit gehören der Bau, das Betreiben und die Instandhaltung der Bolzplätze und Freizeitgelände zu dem Bereich der gemeindlichen Kinder- und Jugendarbeit, welche auch von den Gemeinden des Landkreises Landshut umgesetzt wird.


Jugendräume/Jugendtreffs:

Ein „Offener Jugendraum“ ist ein Raum, den Jugendliche unabhängig von Verbands- oder Vereinszugehörigkeit nutzen können. Hier besteht die Möglichkeit, sich zu treffen, miteinander die Freizeit zu verbringen und sich entsprechend den eigenen Fähigkeiten aktiv zu beteiligen und initiativ zu werden, beispielsweise durch Projekte, Angebote, oder Aktionen der Jugendarbeit. Diese Jugendräume sind in der Regel selbstverwaltet.

Bei der Nutzung eines Jugendtreffs, ist es sinnvoll pädagogisches Personal zu beschäftigen, das darauf achtet, dass Regelungen, Hausordnungen und Absprachen eingehalten werden und auch Aktionen geplant und durchgeführt werden können.

Des Weiteren dient eine pädagogische Fachkraft den Jugendlichen als Ansprechpartner auch für persönliche Probleme und Fragen und kann dann auch Wünsche und Bedarfe an die jeweilige Gemeinde weiterleiten, um die gemeindliche Jugendarbeit verbessern zu können.

Die Gruppe der Gleichaltrigen bzw. die Clique ist für die Entwicklung der Persönlichkeit und der sozialen Fähigkeiten im Jugendalter von großer Wichtigkeit. Der Jugendraum/ Jugendtreff bietet einen Raum, auch im übertragenen Sinne: Einen Freiraum, in dem Jugendliche auf ihre eigene Weise leben können und einen Lernort, an dem die Jugendlichen Grundfähigkeiten des Zusammenlebens ausprobieren und lernen können. In der Begegnung mit Gleichaltrigen werden jugendgemäße Entwicklungsprozesse und sogenannte „soft-skills“ gefördert.

Die Notwendigkeit der Selbstorganisation in einem Jugendraum und Jugendtreff eröffnet den Jugendlichen ein politisches und soziales Lernfeld, in welchem sie Verantwortung für ihr Handeln und andere übernehmen und ihre eigenen Interessen mit fremden in Einklang bringen müssen. Des Weiteren besteht für die Jugendlichen die Möglichkeit an politischen Entscheidungen für das Gemeinwesen teilzuhaben.

Daher ist das Betreiben von Jugendräumen bzw. eines offenen Jugendtreffs ohne Mitgliedschaft innerhalb einer Stadt, eines Marktes oder einer Gemeinde ein wichtiges Element für die gemeindliche Kinder- und Jugendarbeit.

 

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