Jugendschutz

Der Kinder- und Jugendschutz hat die zentrale Aufgabe, die Rechte und Chancen von Kindern und Jugendlichen auf eine positive gesundheitliche und psychosoziale Entwicklung zu sichern und ihre Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit zu fördern. Ziel aller Bemühungen des Jugendschutzes ist es daher, Kinder und Jugendliche vor vielfältigen, oft auch subtilen Gefährdungen zu schützen. Kinder- und Jugendschutz ist also Prävention im Vorfeld etwaiger Gefährdungen. Jugendschutz vermittelt Orientierungshilfen und wirkt mit dem Ziel, positive, von Gefährdungen freie Lebenswelten von jungen Menschen herzustellen und zu sichern.

Kinder und Jugendliche müssen lernen, mögliche Gefährdungen selbst zu erkennen, sich kritisch mit ihnen auseinanderzusetzen und sie allein oder zusammen mit anderen zu bewältigen. Ebenso sollen sie Entscheidungsfähigkeit und Eigenverantwortlichkeit sowie Verantwortung gegenüber ihren Mitmenschen erlernen. Auch die Eltern müssen befähigt werden, Kinder und Jugendliche vor gefährdenden Einflüssen zu schützen. Angebote des erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes (§ 14 SGB VIII) im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe können hierzu einen wichtigen Beitrag leisten.

§14 SGB VII Erzieherischer Kinder- und Jugendschutz

(1) Jungen Menschen und Erziehungsberechtigten sollen Angebote des erzieherischen
Kinder- und Jugendschutzes gemacht werden.

(2) Die Maßnahmen sollen

  1. junge Menschen befähigen, sich vor gefährdenden Einflüssen zu schützen und sie
    zu Kritikfähigkeit, Entscheidungsfähigkeit und Eigenverantwortlichkeit sowie zur
    Verantwortung gegenüber ihren Mitmenschen führen,
  2. Eltern und andere Erziehungsberechtigte besser befähigen, Kinder und Jugend-
    liche vor gefährdenden Einflüssen zu schützen.

Zum Aufgabengebiet der Jugendschutzfachkräfte in der Kinder- und Jugendhilfe gehören neben der Analyse des örtlichen Jugendschutzbedarfs die Information, Beratung und Aufklärung der Eltern, Gewerbetreibenden, Behörden, freien Träger und der "breiten Öffentlichkeit". Aber auch die Kooperation und Vernetzung mit anderen Institutionen, die Jugendschutzaufgaben wahrnehmen sowie die Aktivierung und Fortbildung von Pädagogen und Multiplikatoren sind bedeutende Teile des Tätigkeitsfelds der Jugendschutzfachkräfte.

Der Kinder- und Jugendschutz kann jedoch nur dann erfolgreich sein, wenn Jugend-, Ordnungs-, Gewerbe- und Gesundheitsämter, Polizei, Gemeinden, weitere zuständige Behörden oder Stellen, Schulen, freie Träger, Veranstalter und Gewerbetreibende "vor Ort" vertrauensvoll zusammenarbeiten.

Um den jeweiligen Zielgruppen adäquate und pädagogisch sinnvolle Maßnahmen anbieten zu können, sind die Angebote didaktisch und inhaltlich überwiegend auf kleinere Gruppe ausgerichtet.

Zielgruppen:

  • Angebote für Kinder und Jugendliche,
  • Angebote für Eltern, andere Erziehungsberechtigte und insbesondere für
  • Multiplikatoren wie z.B. Schulen , Kindergärten, sämtliche haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen der Kinder- und Jugendarbeit etc..

Prävention

Laut dem §1 Abs.3 SGB VIII müssen Kinder und Jugendlichen vor Gefahren für ihr Wohl geschützt werden. Besonders Themen wie „Alkoholkonsum“, „Gewalt“, „Missbrauch“ und der „Umgang mit Medien“, „Rechtsradikalismus“ nehmen stark in der Wichtigkeit Prävention zu betreiben zu.
Neben freien Trägern nimmt auch die öffentliche Jugendhilfe die Pflicht zur Durchführung dieser Form des Jugendschutzes an.

Die Jugendhilfe setzt dabei auf positive (integrierende) Stärken und stärkt positive (integrative) Ansätze in den Leistungsbereichen. Die positiven Ressourcen muss sie kennen und erkennen – dies gilt auch für Gefährdungspotentiale. Die Jugendhilfe will Werte und Normen vermitteln und setzt sich für Zivilcourage ein. Dabei verfügt sie aber über eindeutige Abgrenzungskriterien, z. B. bei extremistischem Verhalten. Sie trägt zu einer aktiven Zivilgesellschaft bei, indem sie verantwortlich und wirksam in ihrem Aufgabenkontext handelt.

In der Prävention spielt der Schutz der potentiellen Opfer (vor allem Kinder und Jugendliche) die wichtigste Rolle und daher wird auch der Blick auf diese und nicht auf die Täter gelegt. Hauptsächlich wird versucht Aufklärungsarbeit zu bestimmten aktuellen Thematiken zu betreiben und gleichzeitig Möglichkeiten des Schutzes und der Handlungsalternativen in einer bestimmten Situation aufzuzeigen.

Die Aufklärungsarbeit der Kommunalen Jugendarbeit bezieht sich nicht nur auf Kinder und Jugendlichen, sondern auch auf die Eltern (Erziehungsberechtigten), sowie auf Multiplikatoren, welche häufigen und guten Kontakt zu Kindern und Jugendlichen haben, z.B. Erzieher, Lehrer, Sozialpädagogen, ect.

Es werden durch die Kommunale Jugendarbeit des Landkreises Landshut Fortbildungen und Workshops zu wichtigen, aktuellen Themen der Präventionsarbeit angeboten und Materialien zu bestimmten Themen erstellt und veröffentlicht, die den angesprochenen Zielgruppen altersspezifisch entsprechen.

Für gute Linktipps von euch bedanken wir uns, mailt uns einfach an:

jugend@landkreis-landshut.de

 

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